Gemeinsam Wissen schaffen: Bürgerbeteiligung durch Citizen Science

Wie lassen sich Bürgerbeteiligung und Citizen Science miteinander verbinden? Im Projekt wollen wir aus Bürgersicht an der Entwicklung und Durchführung von Beteiligungsformaten arbeiten. Während Bürgerbeteiligung häufig auf Konsultation oder punktuelle Mitsprache begrenzt bleibt, zielt Citizen Science auf eine aktive Ko-Produktion von Wissen, das in gesellschaftliche und politische Entscheidungsprozesse zurückwirkt. Im Kurs wird dieses Spannungsfeld systematisch analysiert und als Gestaltungsspielraum genutzt: Die Studierenden entwickeln in Teams eigene Beteiligungsformate, die sowohl dialogisch als auch erkenntnisorientiert aufgebaut sind. In Begleitung zum Seminar konzipieren die Teilnehmenden konkrete Formate, wie etwa Quartiersgespräche, Beteiligungs-Apps, interaktive Karten, lokale Zukunftswerkstätten oder partizipative Datenerhebungen, und setzen diese selbstständig in einem lokalen, regionalen oder ggf. auch im Seminarkontext um. Dabei wird besonderer Wert auf Zielgruppensensibilität, methodische Vielfalt und Wirkungspotenzial gelegt. Die Projekte orientieren sich an realen Fragestellungen und werden in ihren Wirkungen reflektiert und dokumentiert.

Die Studierenden erfahren auf diese Weise, wie sich partizipative Formate nicht nur zur Meinungsabfrage, sondern zur kollaborativen Wissensproduktion nutzen lassen und wie durch Citizen Science neue Räume demokratischer Mitgestaltung entstehen. Sie erwerben Kompetenzen in der Moderation, Projektplanung, Wirkungsreflexion und wissenschaftlichen Kommunikation und leisten zugleich selbst einen Beitrag zur Stärkung bürgerschaftlicher Mitverantwortung in Transformationsprozessen.

Mi: 13-15 Uhr
Raum: FH 1019
Termine: 05.11.; 26.11.; 17.12.; 07.01.; 28.01.; 04.02.
Leitung: Öztürk, Atilla

Anmeldungen per e-Mail an: atilla.d.oeztuerk@gmail.com