Studienschwerpunkt "Stadt"

Die Stadt als Lebensraum unter stadtplanerischen und soziologischen Fragestellungen zu betrachten, ist das zentrale Anliegen des Schwerpunkts "Stadt".

 

Das Programm für das Wintersemester besteht für die BANA-Studierenden aus dem

Seminar: "Stadt und Wasser" und dem
Projekt  "Bezahlbares Wohnen (am Wasser)".

 

In beiden Veranstaltungen wird thematisiert, dass Berlin eine Stadt ist, die über viel Stadtblau verfügt. Es werden sowohl Fragen der Stadtentwicklung am Wasser, der Zugänglichkeit von öffentlichen und privaten Uferbereichen und der Bezahlbarkeit eines angenehmen Wohnumfelds erörtert.

 

Daneben enthält das TU-Vorlesungsverzeichnis vielfälitge Lehrveranstaltungen der einschlägigen Lehrstühle (siehe Auflistung unten).

Dieter Althans zur Baugeschichte des Rathauses Neukölln

Rathaus Neukölln

Das Rathaus Neukölln, mit seinem hoch aufragenden Turm ein Wahrzeichen des Bezirks, ist ein Hauptwerk des Architekten und Neuköllner Stadtbaurats Reinhold Kiehl. Der Bau dokumentiert Rixdorfs (damals noch ein Vorort Berlins) Entwicklung zur Großstadt und den Anspruch, mit Stadtbild prägenden Bauten die Wohn- und Lebensqualität in der einstigen Arbeitermietskasernenstadt zu erhöhen. Bereits unmittelbar nach dessen Fertigstellung wurde das Neuköllner Rathaus angesichts der geschickten städtebaulichen Disposition und der fortschrittlichen Gebäudegestaltung überaus positiv in Fachkreisen kommentiert. Der Kernbau, der im Sinne der frühen Moderne die funktionalen Unterschiede von Repräsentationsbau und Verwaltungstrakt im Äußeren widerspiegelt, unterscheidet das Rathaus Neukölln von zeitgleichen, noch im Historismus verhafteten Rathausbauten. Noch heute zählt das Rathaus Neukölln, das im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört, neu aufgebaut und in den 1950er Jahren erweitert wurde, zu den wichtigsten Zeugnissen des Berliner Kommunalbaus. Seit 1994steht die gesamte bauliche Anlage unter Denkmalschutz.

Kiehls erste große Aufgabe als Stadtbaurat in Rixdorf war 1905 der Bau des neuen Rathauses, dessen Pläne den gesamten Block zwischen Schönstedtstraße, Donaustraße, Erkstraße und Karl-Marx-Straße einnahmen. Er platzierte das Rathaus optisch geschickt an einem leichten Knick der heutigen Karl-Marx-Straße. Ein markanater Turm machte das Gebäude weithin sichtbar und symbolisierte das Selbstbewusstsein und die Dynamik der schnell wachsenden Stadt. Für die Realisierung waren mehrere Bauabschnitte nötig. Der repräsentative Teil des neuen Rathauses sowie die Verwaltungstrakte entlang der Schönstedt- und der Donaustraße stammen von Kiehl und seinem kompetenten Team. Sie wurden 1908 fertig gestellt. Sein Nachfolger Heinrich Best fügte 1913 zwei innere Flügelbauten hinzu. Ein Brand Ende des Zweiten Weltkriegs zerstörte Dach, Turm und das alte Amtshaus. Der einzige Raum, in dem noch Interieur aus der Kiehlzeit erhalten blieb, ist die ehemalige Verwaltungsbücherei.

Im Rixdorfer Entwurfsbüro - dessen Leitung vom Oktober 1905 bis April 1908 John Martens, sodann Robert Goetze innehatten - arbeiteten der junge Max Taut und für kurze Zeit auch Ludwig Mies van der Rohe am Rathausbau mit. Mies hat die Holzvertäfelung des Stadtverordneten-Saals mit entworfen. Max Taut dagegen war neben der Ausarbeitung von Fassadenentwürfen für das Kiehlsche Rathaus – er nennt es später eine „tolle romantische Angelegenheit“ – mit Entwürfen für die Schulbauten des Rieselgutes Boddinsfelde sowie mit der Projektierung der Elbe-Grundschule beschäftigt. Die Bauplastiken am Kiehlschen Rathausbau schuf Josef Rauch, die Reliefs am Erweiterungstrakt längs des Rathausvorplatzes stammen von Max Kemnitz und Werner Kreuzer (Zyklus „Berliner Passion“ 1950/51).

Praxis-Projekte

In den Theorie-Praxis-Projekten des Studienschwerpunkts "Stadt" wurden bereits die unterschiedlichsten Themen bearbeitet und in Form von Journalen, Fotobüchern oder anderen Formaten dokumentiert.

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Lehrveranstaltungen Stadt

Nachfolgend ein Überblick über TU-Institute, die für Studierende des Schwerpunkts "Stadt" laufend Lehrveranstaltungen mit den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten anbieten.

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