BANA - Gasthörerstudium

Die TU Berlin bietet durch die ZEWK (Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation) ein attraktives Gasthörerstudium für Menschen ab 45 Jahren an. Dieses heißt BANA (Berliner Modell: Ausbildung für nachberufliche Aktivitäten). Es ist ein innovatives Weiterbildungsangebot, das einen unmittelbaren Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglicht.

Ein Interview zum BANA-Studium mit vier daran Beteiligten:

Zum Interview hatte Catherina Clausnitzer zwei Lehrende sowie zwei Lernende im BANA-Studium eingeladen. Ben ist schon lange Dozent bei BANA – seit 2011 unterrichtet er die Filmgruppe, eine semesterübergreifende Veranstaltung für alle BANA-Studierenden. Auch Karola ist bereits seit 2011 dabei, allerdings in der Rolle der Studentin. Mittlerweile ist sie so genannte Kontaktstudentin bei BANA und unterstützt die neu hinzu gekommenen dabei, sich in das Studium einzufinden. Paula ist nun im zweiten Semester als Dozentin bei BANA und ist mit 28 Jahren die jüngste unter den Lehrenden. Auch Hans-Joachimist noch recht neu dabei – er studiert nun im 3. Semester bei BANA.

Nach dem Anklicken der nachfolgenden Fragen erscheinen jeweils die Antworten.

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Vielen herzlichen Dank an Karola, Paula, Hans-Joachim und Ben an dieser Stelle! Euch weiterhin ganz viel Spaß bei Eurer (Mit-)Arbeit im BANA-Studium!

Was bringt dir das Studium?

HANS-JOACHIM

Es gibt mir erstmal ein gutes Gefühl – etwas für mich selbst, für meinen Geist zu tun,  Freundschaften zu pflegen, neue Leute, neue Verfahren, neue Ideen  kennenzulernen.

KAROLA

Ich bin mit dem Internet in Berührung gekommen in einer Art und Weise, die ich vorher nicht kannte. Ich bin mit Fotobüchern herstellen oder Fotoarbeiten in Berührung gekommen, mit der Website www.banastudenten, die Inhalte dort zu gestalten – das sind lauter Dinge, die  über BANA gelaufen sind.

HANS-JOACHIM

Was mich an BANA fasziniert hat war die Idee, nicht nur etwas frei und ohne Zwang zu machen, sondern auch in einer Gemeinschaft.

KAROLA

Das spannende ist, hier treffen Leute von den verschiedensten Bereichen zusammen, und dadurch entsteht etwas neues, weil unser Fachwissen sich mit neuen Dingen kreuzt und hier ist eine Menge davon und das macht Spaß. Und  man kommt auch mit jungen Studenten zusammen. Es bleibt nicht eine Seniorenbespaßung.

HANS-JOACHIM

Aber es macht auch Spaß mit Gleichaltrigen auch an Projekten zu arbeiten, sich auszutauschen und da entstehen auch kleinere Freundschaften, dass man sich auch privat außerhalb von BANA trifft andere Themen, auch mal andere Meinungen hört und sich austauscht.

PAULA

Was besonders ist an BANA, ist  die freiwillige Teilnahme und auch wirklich eine Teilnahme, die auf Interesse begründet ist; dass die Menschen schon viel mehr Lebenserfahrung mit sich bringen, eine ganz andere Haltung zum Leben und dann auch zum Studium und auch dass das Verhältnis Dozentin Studierende sehr viel herzlicher ist und dass man sich auf jeden Fall auf Augenhöhe begegnet. Genau das macht’s auch so interessant. Also beide Seiten können voneinander was lernen.

Was sind die Herausforderungen, denen du im BANA-Studium begegnest?

HANS-JOACHIM 

Ein kleines Beispiel: ich bin in einem Seminar zur Vorlesung gewesen. Und dann hab ich mir überlegt: es gibt die Möglichkeit einen kleinen Vortrag zu halten als kleine Leistung in einem Seminar und  das ist genau das richtige. Das bewegt sich in einem machbaren Zeitrahmen. Das sind die Herausforderungen, die man in diesem Bereich für sich selbst setzen kann.

BEN

Sehr sehr starker Individualismus – ohne das irgendwie bewerten zu wollen oder gar verurteilen zu wollen – hier bei BANA hat man es dann doch vorwiegend mit Menschen zu tun, die haben eigene Standpunkte, die haben ganz klar einen Erfahrungsschatz. Und das führt manchmal dazu, dass es durchaus auch Reibung gibt – untereinander. 

HANS-JOACHIM

Ich glaube was insgesamt schwierig ist: sich in eine Gruppe zu integrieren, denn BANA ist eine Gemeinsamkeit, wo alle den gleichen Stellenwert haben miteinander und nicht irgendeiner der Leader ist.

Was ist deiner Meinung nach unbedingt erwähnenswert in Bezug auf das BANA-Studium?

PAULA

Dass es ein Studium ist, das auf jeden Fall viele Freiheiten mit sich bringt und dass die Studierenden sehr ernst genommen werden in ihren Belangen, und dass sich da auch gute Gemeinschaften draus bilden, Leute aus sehr unterschiedlichen Lebensbereichen zusammenkommen und sich austauschen – für viele bedeutet das eine Bereicherung ihres Alltags auf eine besondere Art und Weise.

HANS-JOACHIM 

Was ich fantastisch finde, ist die Freiheit  alles machen zu können. Was ich noch nebenbei mache: Ich studiere also Technikgeschichte ohne Abschluss und ohne Prüfungen, aber eben mit kleinen Leistungen und für mich selbst. Ich störe keinen, ich bereichere vielleicht, aber habe selbst auch eine Bereicherung, die ich bekomme.

BEN

Die Tatsache dass es so etwas gibt, lässt mich auch in die Zukunft etwas entspannter schauen, weil sowas würde ich mir für meinen Lebensabend tatsächlich auch wünschen – es ist natürlich nicht nur so, dass du hier auch die Möglichkeit hast nochmal Wissen anzueignen, das auf jeden Fall auch – nein, es ist auch diese  Gemeinschaft, die wahnsinnig wichtig ist. Hier bilden sich so starke Freundschaften, die weit über dieses BANA-Studium hinausgehen.
Diese Einsamkeit, die lässt sich hier wunderschön durchbrechen – und sehr niveauvoll – und man findet hier ganz viele Gleichgesinnte und das macht mir Spaß zu wissen.

KAROLA

… dass es eine Form des sogenannten lebenslangen Lernens ist und der aktiven Teilhabe. Wir müssen mitlernen! Wir müssen auch Digitales mitlernen! Die Lebensspanne, die wir haben nach Ende des Berufs die ist lang, die ist 25-30 Jahre.
Dass das Wissen demokratisiert wird – das schafft man hier, wenn Leute aus den unterschiedlichsten Bereichen ihr Erfahrungswissen, ihre Kenntnisse hier einbringen.

Warum würdest du anderen Menschen das BANA-Studium weiterempfehlen?

HANS-JOACHIM 

Es kommt drauf an, welche  Interessenlagen jemand hat. Es ist keine Berieselung, sondern BANA ist etwas aktives. Man bekommt von BANA viel, aber man muss auch etwas geben – von dem Wissen, von den Projektarbeiten, die man ab dem 2. Semester anfängt, mit den anderen zusammen. Man gewinnt natürlich weiteres Wissen. Und so findet jeder auch seine spezielle Nische.
Man trifft sich bei den gleichen Vorlesungen, man trifft sich natürlich bei dem Projekt, das man ja zusammen bearbeitet. Man fühlt sich vielleicht auch als etwas älterer Mensch schon zurückversetzt in seine Zeit, wo man selbst studiert hat  oder sogar wo man zur Schule gegangen ist – das hält jung. Also den Zellen schadet es garantiert nicht. Aber was eben weg ist, ist der Stress. Ich kann, ich muss nichts mehr.

PAULA

Ich sehe dieses BANA-Angebot auf jeden Fall als eine total große Chance nochmal seinen persönlichen Horizont zu erweitern – sei es jetzt eben auf der menschlichen Ebene, einfach neue Menschen kennenzulernen, oder auf der Wissensebene, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen, im Austausch mit anderen Menschen, die vielleicht auch andere Meinungen haben. Ich sehe es auf jeden Fall als total große Chance dann doch nochmal andere Einflüsse zu bekommen, andere Ideen oder andere Menschen kennenzulernen – was ja dann oft auch nicht mehr so im Alltag so passiert.
Man kann  so viele Angebote von der TU wahrnehmen für einen sehr geringen Semesterbeitrag für das, was man alles geboten bekommt. Es ist auf jeden Fall ein sehr vielfältiges Angebot, was das Leben dann doch nochmal sehr bereichern kann.

HANS-JOACHIM

Es ist eine günstige Möglichkeit einen derartigen Weg zu machen. 60 € Semestergebühr und man kann die Bibliothek nutzen, man hat einen Internetanschluss. 

KAROLA

Ich würde es weiterempfehlen aus dem Gedanken heraus, dass wir alle älter werden und aktiv bleiben. Wenn wir Senioren nicht immer als alt und klapprig und pflegebedürftig wahrgenommen werden möchten, dann müssen wir selber was tun, um dieses Altersbild auch zu verändern. Das ist durch das BANA-Studium bei mir vorangetrieben worden. Die Möglichkeit etwas zu gestalten ist vielfältig.
Eine zusätzliche Anmerkung: Sich im Bereich der TU aufzuhalten bedeutet auch, sich der Möglichkeiten bewusst zu werden, Menschen wahrhaftig begegnen zu können, deren Wirken ich meist nur über die Medien kenne. Darüber hinaus bin ich angenehm überrascht, wie international die Uni bei Lehrenden und Studierenden geworden ist.

Dieses Abschlussfest setzte neue Maßstäbe

Abschlussfest SoSe 2018

Am Donnerstag, 19.07.2018 fand im Familiengarten des Kotti e.V. wieder das BANA-Abschlussfest statt. In grosser Runde feierten die BANA-Gasthörer das Semesterende mit einem großen Buffet (wie immer hatte jeder etwas mitgebracht), kühlen Getränken (Dank an Gaby Schaepers-Feese für das Kölsch) und bei bester Stimmung.
Vorgestellt wurde dabei der neue BANA-Gasthörerausweis, der ab sofort im Sekretariat ausgestellt werden kann. Darüber hinaus konnten die aktuellsten Print-Medien mit den Arbeitsergebnissen aus den Projekten zur Langen Nacht der Wissenschaft 2018 käuflich erworben werden.

Spendenaktion erbrachte 168,00 €

Die von Brigitte Ullmann initiierte Spendenaktion beim Abschlussfest zugunsten einer Schwimmpatenschaft ergab € 168,00. Der Verein Projektlabor BANA e.V. hat das Ergebnis aufgerundet auf € 210,00, so dass jetzt zwei Patenschaften übernommen werden. Damit können jetzt in den Sommerferien zwei Berliner Kinder bei den Bäderbetrieben einen 3-wöchigen Schwimmkurs besuchen. Herzlichen Dank an alle Spender!

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Einführungstutorium

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Seminar "Zukunftswerkstatt"

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Studierende im BANA-Gasthörerstudium wählen einen der drei Studienschwerpunkte und besuchen die Lehrveranstaltungen aus dem BANA-Vorlesungsverzeichnis. Insbesondere die Begleitveranstaltungen und die Seminare erleichtern den Start und das weitere Studium ungemein. Darüber hinaus runden die Serviceveranstaltungen das Angebot ab, insbesondere auch für Kontaktstudierende, die das 4-semestrige BANA-Studium bereits absolviert haben:

Literatur-Kolloquium

"BANAle Bücher"

 

Das Literatur-Kolloquium

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"Videofilmen"

 

Von der Idee zum Film

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Wohnen und Leben in der Stadt

"Wohnen und Leben in der Stadt"

Alles was einen bewegt

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Außerdem helfen ergänzende Veranstaltungen aus dem vielfältigen Lehrangebot der TU das neu gewonnene Wissen in einen gesellschaftlichen Zusammenhang einzubetten, d.h. alle Veranstaltungen aus dem TU-Online-Vorlesungsverzeichnis und auch die verschiedensten TU-Projektwerkstätten stehen den BANA-Studierenden offen (freie Kapazitäten vorausgesetzt).

 

Das besondere Ziel von BANA ist es, Kompetenzen für nachberufliche Aktivitäten in gesellschaftlich relevanten Bereichen zu erlangen. Zum Beispiel für ein Bürgerschaftliches Engagement im eigenen Stadtteil, in der Gemeinde, in sozialen Einrichtungen oder für die Mitarbeit in Initiativen und Projekten.

TU-Infos zum BANA-Studium

TU-Logo

BANA - Vorlesungsverzeichnis

BANA-Vorlesungsverzeichnis

RBB-Fernsehbeitrag zum BANA-Gasthörerstudium

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